Nachrichten von einer kleinen grünen Insel im Atlantik
http://www.la-palma-aktuell.de/cc/news.php - May 25, 2013 1:02:17 PM - Oct 9, 2011 8:30:43 AM
Samstag 25.05.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1018 hPa Höchsttemperatur heute 19,2 Grad - niedrigste Temperatur 13,8 Grad Vertreibung aus dem Paradies Eigentlich habe ich keine Ahnung von Fußball Immer, wenn meine Frauen versuchen, mir die Abseitsregel zu erklären, dann wechsle ich einfach das Programm und gut ist. - Allerdings haben sich bei uns im Haus die Dinge geändert, meine Frau und meine Kinder sind Fußballfans und wichtige Spiele, also europäische oder gar Weltmeisterschaften, die gucke ich dann auch mit. - Die Bundesliga geht mir eigentlich am Hut vorbei, aber meine Frau, die kommt doch aus Hannover, und die sitzt am Samstagnachmittag dann wirklich im roten 96er Fanshirt vor dem Liveticker. - Zwangsweise werde ich so auch einem anderen Verein zugeteilt, und ich kann ja gar nicht anders, ich bin aus Bayern, also bin ich Bayern-Fan. - Gedungen, das gebe ich zu, aber heute Abend bin ich natürlich für Müller und Lahm, das versteht sich doch von selbst. - Sagen Sie jetzt bitte nicht, ich könnte doch für Augsburg sein oder Fürth, denn Augsburg liegt in Schwaben und Fürth in Franken und ist bereits Geschichte, die einzige bayrische Mannschaft in der Bundeliga ist Bayern München. - Fragen Sie mal einen Schwaben oder einen Franken, die sehen das genau so wie wir Bayern. - Nun könnte man ja meinen, wir machen uns einen wunderbaren Fußballabend vor dem Fernseher, ich mache kleine Schnittchen, einen Käseigel, und rühre eine Bowle an, aber ich werde vorsichtshalber heute Abend des Hauses verwiesen, denn meine Frau, die ist natürlich für Dortmund, und wenn sich meine Frau und ich beim Fußball streiten, was natürlich immer wieder vorkommt, dann erträgt das unsere andere Tochter nicht und so gibt es entweder Sprechverbot, oder eben, einer guckt anderswo. - Heimrecht hat immer meine Frau, ist auch in Ordnung so, ich bin sowieso eher der Freigänger, also werde ich das Spiel heute Abend mit befreundeten Kneipenwirten gucken, und meine Frau im Wohnzimmer, aber ich mache ihr keinen Käseigel, das ging dann zu weit. - Wir streiten uns wirklich beim Fußball, natürlich nur, wenn wir für unterschiedliche Mannschaften sind, und auch, wenn ich eigentlich nichts von Fußball verstehe, kann ich jedes auch nur erdenkliche Foul der Gegenseite erkennen. - Sogar die, die gar nicht im Blickwinkel der Kamera sind, ich habe da ein Gespür und es ist mir schon lange aufgefallen, dass der FC Bayern so gut wie niemals foul spielt, aber permanent gefoult wird. - Geht mir übrigens mit der Deutschen Nationalmannschaft genau so, und da sind wir uns dann meist prima einig, und diese Spiele müssen wir immer Zuhause und zusammen ansehen, denn für Dritte sind wir dann nicht zumutbar. - Das zumindest sagt unsere jüngere Tochter, denn die Ältere, die ist auch Bayern-Fan und ebenso wenig zart besaitet, wenn es darum geht, den bösen gegnerischen Spielern qualitativ negative Kosenamen viel zu laut zuzubrüllen. - Mit der Großen, die aber eigentlich die Kleinere ist, werde ich so heute Abend Dank WhatsApp im stetigen Austausch über die Boshaftigkeiten der Dortmunder mit ihr sein, und jedes Bayern-Tor sogar mit einem Smiley versehen, ich weiß inzwischen, wie das geht. - Ein heftiger Riss geht durch diese Familie, und manchmal ist es einfach besser, man geht sich mal eine Zeitlang aus dem Weg. - Bei uns dauert das allerdings immer nur 90 Minuten plus Pause und heute ist es eben mal wieder so weit, die Vertreibung aus dem Paradies steht unmittelbar bevor und vielleicht sollte ich sogar hoffen, dass Dortmund nicht verliert, so von wegen Familienharmonie. - So weit geht das dann aber doch nicht, ich hoffe einfach nur, dass Dortmund nicht zu hoch verliert Cada loco con su tema Jeder Verrückte mit seinem Thema. - In Köln gibt es einen fast gleichlautenden Spruch, "Jede Jeck es anders" und das ist doch eigentlich ein prächtiger Aufruf für Toleranz, denn ganz tief in uns schläft in jedem ein "Jeck" und jedem sollte man eben seine kleinen Verrücktheiten lassen. - Leben und Leben lassen wäre wohl die galanteste Umschreibung.
Cada loco con su tema...
Am 30. Mai feiert man hier auf den Inseln immer den "Día de las Canarias", also den Kanarentag, und das ist dann auch gleichzeitig ein offizieller Feiertag hier. - Dieses Jahr feiert man auch ein bisschen kräftiger, ist es doch ein "runder" Geburtstag, denn am 30. Mai 1983 setzte sich zum ersten Mal das Kanarische Parlament zusammen, und das gilt nun als Geburtsstunde der Autonomen Region der Kanarischen Inseln. - Wer dreißig wird, der sollte die schlimmsten Flegeljahre hinter sich gelassen haben, und das ist auch so, allerdings sucht man hier immer noch heftig nach der "Kanarität" und kann sich da nicht so wirklich einig werden, was denn das nun eigentlich so sein soll. - Ich wurde und werde den Verdacht nicht los, dass und da von Interessengruppen Masken aufgesetzt werden sollen und man durch Abgrenzung Gemeinsamkeiten basteln will, eine in der Geschichte immer wieder funktionierende Taktik der gesellschaftlichen Steuerung. - Dabei will man etwas Statisches konstruieren und übersieht dabei, dass eben genau unsere Gesellschaft hier aus dem Wandel seine Kraft und von mir aus sogar Identität schöpft, denn kaum eine andere Region Europas ist permanentem Wechsel und globalen Einflüssen ausgeliefert wie die Kanarischen Inseln. - Ein Wanderer zwischen den Welten, geographisch Afrika, politisch Europa, gesellschaftlich halb Amerika und vom Wetter her Atlantik. - Damit eine statische "Leitkultur" zu basteln, viel Erfolg, allerdings gelingt das nur in weinseligen Bodegas und irrwitzigen Reden lokalpolitischer Helden, mit der täglichen Realität hier hat das nichts zu tun, das sind eher Wunschbilder, wie man sich eine heile Welt dahinbastelt. - Das ist so ähnlich, wie wenn die Fürsten der CSU sich in Wildbad Kreuth zum endemen Gruppenkuscheln versammeln und sich vor weißblauer Ekstase kaum noch rühren können. - Dabei ist doch eine offene und sich wandelnde Gesellschaft, ohne den Ballast von fünfhundert Jahren, viel eher in der Lage, sich zukünftigen Aufgaben zu stellen und manchmal hat man schon das Gefühl, dass das Festhalten an komischen Ritualen uns nicht kompatibel macht, um den Aufgaben der sich deutlich zu schnell drehenden globalen Entwicklung irgendwie gerecht zu werden. - Aber das ist wahrscheinlich viel zu krumm um die Ecke gedacht, da kommt wieder der deutsche Grübler durch, und solche Gedanken haben hier meist keinen Platz. - Am 30. Mai feiern wir uns selbst, nachfragen ist kontraproduktiv, davon wird der Wein nur sauer, und das will doch sicher keiner. - Meist ist der "Día de las Canarias" kein anstrengender Feiertag, es gibt nicht wirklich viele Veranstaltungen, aber da dieses Jahr eben der runde Feiertag ist, kann das ein bisschen anders werden. - Und dann werden ja auch immer noch von einem Rat des Gobierno de Canarias an dem Tag Medaillen verliehen, eben für besondere Leistungen. - Das kann Einzelpersonen genau so treffen wie Organisationen oder Einrichtungen, und neben einigen anderen Auszeichnungen wird die Kunstakademie La Palmas, welche nun den Namen "Escuela de Arte Manolo Blahnik" trägt, wie auch der Ultramarathon Transvulcania in diesem Jahr mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden. - Das ist eine gute Wahl, die Schule hat das ebenso verdient wie das Rennen, welches uns international für einige Wochen in den Blickwinkel der Sportelite der Extremlaufsportler rückt, und wie es heißt, liegt auch ein Hauptaugenmerkt der Jury darauf, wie es denn möglich ist, dass so viele Freiwillige gerne weit über 12 Stunden am Stück schuften, damit man solch ein Spektakel überhaupt bewältigen kann. - Unsere Kunstakademie wird in diesem Jahr einhundert Jahre alt, das, und eben weil man sich inzwischen den bekanntesten Palmero in der Welt, eben Manolo Blahnik als geistigen Sponsor sichern konnte, das ist es auch allemal wert, als ein Stück kanarische Erfolgsgeschichte mit solchen Medaillen bedacht zu werden. - Ich komme ja aus dem tiefsten Bayrischen Wald, so ist mir das alles nicht fremd und ob man nun singt, Gott mit dir du Land der Bayern oder Fulanito de tal dice hoy:
Samstag 25.05.2013 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1018 hPa Unsere Besten Zum Kanarentag gibt es Goldmedaillen für die Kunstakademie und die Transvulcania Am 30. Mai feiert man hier auf den Inseln immer den "Día de las Canarias", also den Kanarentag, und das ist dann auch gleichzeitig ein offizieller Feiertag hier. - Dieses Jahr feiert man auch ein bisschen kräftiger, ist es doch ein "runder" Geburtstag, denn am 30. Mai 1983 setzte sich zum ersten Mal das Kanarische Parlament zusammen, und das gilt nun als Geburtsstunde der Autonomen Region der Kanarischen Inseln. - Wer dreißig wird, der sollte die schlimmsten Flegeljahre hinter sich gelassen haben, und das ist auch so, allerdings sucht man hier immer noch heftig nach der "Kanarität" und kann sich da nicht so wirklich einig werden, was denn das nun eigentlich so sein soll. - Ich wurde und werde den Verdacht nicht los, dass und da von Interessengruppen Masken aufgesetzt werden sollen und man durch Abgrenzung Gemeinsamkeiten basteln will, eine in der Geschichte immer wieder funktionierende Taktik der gesellschaftlichen Steuerung. - Dabei will man etwas Statisches konstruieren und übersieht dabei, dass eben genau unsere Gesellschaft hier aus dem Wandel seine Kraft und von mir aus sogar Identität schöpft, denn kaum eine andere Region Europas ist permanentem Wechsel und globalen Einflüssen ausgeliefert wie die Kanarischen Inseln. - Ein Wanderer zwischen den Welten, geographisch Afrika, politisch Europa, gesellschaftlich halb Amerika und vom Wetter her Atlantik. - Damit eine statische "Leitkultur" zu basteln, viel Erflog, allerdings gelingt das nur in weinseligen Bodegas und irrwitzigen Reden lokalpolitischer Helden, mit der täglichen Realität hier hat das nichts zu tun, das sind eher Wunschbilder, wie man sich eine heile Welt dahinbastelt. - Das ist so ähnlich, wie wenn die Fürsten der CSU sich in Wildbad Kreuth zum endemen Gruppenkuscheln versammeln und sich vor weißblauer Ekstase kaum noch rühren können. - Dabei ist doch eine offene und sich wandelnde Gesellschaft, ohne den Ballast von fünfhundert Jahren, viel eher in der Lage, sich zukünftigen Aufgaben zu stellen und manchmal hat man schon das Gefühl, dass das Festhalten an komischen Ritualen uns nicht kompatibel macht, um den Aufgaben der sich deutlich zu schnell drehenden globalen Entwicklung irgendwie gerecht zu werden. - Aber das ist wahrscheinlich viel zu krumm um die Ecke gedacht, da kommt wieder der deutsche Grübler durch, und solche Gedanken haben hier meist keinen Platz. - Am 30. Mai feiern wir uns selbst, nachfragen ist kontraproduktiv, davon wird der Wein nur sauer, und das will doch sicher keiner. - Meist ist der "Día de las Canarias" kein anstrengender Feiertag, es gibt nicht wirklich viele Veranstaltungen, aber da dieses Jahr eben der runde Feiertag ist, kann das ein bisschen anders werden. - Und dann werden ja auch immer noch von einem Rat des Gobierno de Canarias an dem Tag Medaillen verliehen, eben für besondere Leistungen. - Das kann Einzelpersonen genau so treffen wie Organisationen oder Einrichtungen, und neben einigen anderen Auszeichnungen wird die Kunstakademie La Palmas, welche nun den Namen "Escuela de Arte Manolo Blahnik" trägt, wie auch der Ultramarathon Transvulcania in diesem Jahr mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden. - Das ist eine gute Wahl, die Schule hat das ebenso verdient wie das Rennen, welches uns international für einige Wochen in den Blickwinkel der Sportelite der Extremlaufsportler rückt, und wie es heißt, liegt auch ein Hauptaugenmerkt der Jury darauf, wie es denn möglich ist, dass so viele Freiwillige gerne weit über 12 Stunden am Stück schuften, damit man solch ein Spektakel überhaupt bewältigen kann. - Unsere Kunstakademie wird in diesem Jahr einhundert Jahre alt, das, und eben weil man sich inzwischen den bekanntesten Palmero in der Welt, eben Manolo Blahnik als geistigen Sponsor sichern konnte, das ist es auch allemal wert, als ein Stück kanarische Erfolgsgeschichte mit solchen Medaillen bedacht zu werden. - Ich komme ja aus dem tiefsten Bayrischen Wald, so ist mir das alles nicht fremd und ob man nun singt, Gott mit dir du Land der Bayern oder Ésta es la tierra amada: mis Islas Canarias, der Unterschied ist wohl einfach nur wein- oder bierselig. Fulanito de tal dice hoy: Cacarear y no poner huevos Gackern, aber keine Eier legen. - Auch der Spruch braucht keine Deutung
Freitag 24.05.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 37 % - Luftdruck 1018 hPa Höchsttemperatur heute 19,0 Grad - niedrigste Temperatur 13,1 Grad Gastronomische Wunderwelt in El Paso Zwischen Mut und Verzweiflung Es gibt viele Kneipen in El Paso, vielleicht sogar zu viele, weil der Binnenkonsum äußerst schwach ist und viele einfach das Geld für andere Dinge brauchen, als auswärts Essen zu gehen, oder einfach nur auf ein paar Bierchen mit Freunden in die Kneipe. - Ich frage mich oft, wie die eigentlich alle überleben können und wenn man mal genauer hinguckt, dann haben die meisten sich in reine Familienbetriebe verwandelt, ohne eben Personalkosten zu verursachen. - In zwei Fällen hat man auch den Standort gewechselt, sich so weit verkleinert, dass man es eben alleine schaffen kann, ob sich das ausgeht am Schluss, das wird man abwarten müssen. - Der "Chinese" also das Wok-Restaurant, mit "all you can eat" Angebot, das hat ziemlich eingeschlagen, die Restaurants, beziehungsweise Kneipen, welche auch Mittagstisch für Einheimische angeboten haben, die spüren das deutlich, für das Abendgeschäft sorgen sowieso meist Urlaubsgäste, oder eben die hier ansässigen Ausländer, jedenfalls diejenigen, welche nicht von der spanischen Krise und Einsparungsfront überrollt wurden. - Die Wirte kämpfen auf verschiedenen Posten, zunächst ist da natürlich der sinkende Umsatz, aber eben auch die Gebäudemieten, und da scheint Unverständliches zu geschehen, viele Vermieter weigern sich einfach, ihre Vorstellungen von Mietzins doch mal an die aktuelle Situation anzupassen, da stehen oft Schuppen für ein halbes Jahr oder mehr geschlossen herum, um dann mal wieder auf einen neuen Mieter zu treffen, der dann drei Monate das Ding betreibt, um dann festzustellen, dass es unmöglich ist mit diesem Umsatz diese Miete zu erwirtschaften. - Auch gibt es bei uns ein Preisdiktat, welches der schmale Geldbeutel der Kunden vorgibt, man achtet inzwischen sehr darauf, was der Kaffee kostet, die Flasche Bier und das Glas Wein, und dann wagt man es eben nicht, da so zuzulangen, wie man das eigentlich machen müsste. - Ich nenne da immer wieder den Wein, da kostet ein Glas 0,1l zwischen 1,- und 1,20 und das ist viel zu wenig, zumindest wenn es sich um Wein aus La Palma handelt. - Je nach Marke und Sorte muss der Wirt zwischen 4,- und 6,- Euro für die Flasche abdrücken, und da wir schlechte Rechner, aber gute Einschenker sind, zieht man hier maximal 6 Gläser aus der 0,7 Liter Flasche und hat damit dann 6,- oder eben 7,20 Euro an einer Flasche Wein. - So kann man Gastronomie eigentlich nicht betreiben, aber die Leute meckern hier sofort, wenn man für das Glas Wein 1,30 oder wie es eigentlich sein müsste, 2,- Euro für das Glas verlangen würde. - Manche Wirte helfen sich darüber, dass sie sehr billige Weine vom Festland anbieten, den man dann eben für diesen Preis auch realisieren kann, aber da sinkt meist auch die Qualität, und wir wollen es ja billig und gut. - In diese Zeit der "Krisengastronomie" hinein würde man nun nicht gerade vermuten, dass plötzlich ein sehr gehobenes Speiserestaurant mitten in El Paso aufmacht, an ganz bekannter Stelle. - Die "Bar Central" ist nun die "Perla Negra" und irgendwie muss das vorangegangene Konzept mit den Veranstaltungen nicht effizient genug gewesen sein, nun setzt man wieder auf Restaurant, aber mit deutlich gehobenem Anspruch. - Das Wagnis geht man auch mit den Preisen an, die kalkulieren eben so, wie das auch sein muss, und ob das angenommen wird, das muss wird man sehen. - Wir haben nur ausländische Gäste gesehen den Abend, als wir dort essen waren, und eigentlich kann es sich doch noch gar nicht herumgesprochen haben, dass man dort nicht nur exzellent isst, aber eben zu einem Preis, der angemessen, aber eben nicht billig ist. Dort versucht man auch ganz gezielt bei den angebotenen Weinen sich mit Exoten unvergleichbar zu machen, Weine von Matias y Torres (Fuencaliente) gibt es selten hier in der Gastronomie und als preisgünstigere Alternative serviert man Cuevas del Pino aber auch der kostet das Glas dann bereits 2,- Euro. - Ich nenne das einen fairen Preis, weil ich weiß, was der kostet, aber wenn man eben dann "draußen" erzählt, dass die für den Wein 2,- oder eben gar 3,- Euro das Glas nehmen, dann hat die Schwarze Perle schnell ihren Ruf weg, und das wäre sehr schade. - Man isst wirklich gut dort und mich schrecken normale Preise nicht, weil ich eh schon mit einer Vorspeise satt bin und meine Frau auch kaum mehr isst. - Wer richtig reinhauen will, und großen Hunger von der Wandertour stillen will, der ist anderswo vielleicht passender aufgehoben. - Durchweg alles was wir gegessen haben war überdurchschnittlich, und auch Dekoration und eben die Frische der Ware selbst lassen nicht nur den Anspruch erkennen, sondern erfüllen diesen auch. - Ebenso ist der Service Klasse, freundlich, aufmerksam und schnell, ohne diese Fallgrube der Unterwürfigkeit auch nur zu berühren. - Mutige Leute machen das, eigentlich würde man ja annehmen, dass das nicht die Epoche ist, um mit gehobener Küche auf La Palma zu glänzen, und so kann man denen nur wünschen, dass es genügend Feinschmecker gibt, die das auch zu schätzen wissen und bereit sind, dafür auch etwas tiefer in den Geldbeutel zu fassen.
Freitag 24.05.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1017 hPa Blaue Flaggen und Balkone Fundstücke und Fragezeichen Was die Blaue Flagge ist, das wissen die allermeisten, und für touristische Regionen und Orte ist es natürlich schon wichtig, dieses Qualitätssymbol für sich beanspruchen zu können. - Puerto Naos ist dabei, Charco Verde, Los Cancajos und auch die Playa de Bajamar, die eigentlich im Hafen von Santa Cruz liegt, aber das wohl niemanden stört. - Auch nennt die Organisation "El Puerto", als mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, und damit meinen die wohl den Strand von Puerto de Tazacorte, oder sollten die etwa den Hafen selbst meinen, da auch Marinas oder Sporthäfen mit dieser Ehrung bedacht werden? - Ich gehe deutlich davon aus, dass man den Strand meint, aber ein bisschen irreführend ist das wohl, und hier regt man sich wohl auf darüber. - Auch diskutiert man ja immer wieder, dass es in Puerto de Tazacorte ein Problem mit der Sauberkeit des Wassers gäbe, was aber von Leuten dort, und auch den Autoritäten, immer wieder verneint wird. - Ich kann es nicht beurteilen, ob es sich tatsächlich um Sedimente handelt, welche im Winter nach den Regenfällen aus der Caldera angeschwemmt werden, und auch im Sommer deshalb das Wasser bei bestimmten Bedingungen trüb werden lässt, oder ob es, wie andere vermuten, ungeklärte Abwässer sind, die das verursachen. - Puerto de Tazacorte hat eine eigene Kläranlage, die man vor ein paar Jahren aufgerüstet hat, so dass es eigentlich keine Notwendigkeit geben sollte, da ungeklärte Abwässer verschwinden zu lassen. - Allerdings liegt diese Kläranlage oberhalb der eigentlich Siedlung, man müsste also die Abwässer aus dem unteren Teil Puerto de Tazacortes hochpumpen. - Bei mir bleiben da immer ein paar Fragezeichen stehen, aber der Strand von Puerto de Tazacorte ist der beliebteste Strand auf der Westseite, und an den Wochenenden der Sommermonate ist dieser Strand auch komplett voller badelustiger Menschen. - Irgendwie fällt es mir leicht von den Fragezeichen zum Fundstück zu kommen, hat doch diese neue Entdeckung auch etwas mit Stoffwechselendprodukten zu tun. - Alle Besucher dieser Insel kennen doch die schönen Balkone an der Avenida Marítima unserer Hauptstadt Santa Cruz de La Palma. - Eine herrliche Pracht, nichts wird häufiger fotografiert in der Hauptstadt als diese historischen Vorbauten der mehrgeschossigen Häuer dort an der Promenade. - Die Bauweise ist portugiesisch, wie es immer wieder heißt, haben die doch sowieso sehr viel Einfluss auf die Entwicklung der Insel La Palma gehabt, wohl genau so viel wie die Flamen, und später die Südamerikaner, meist natürlich Kubaner und Venezolaner. - Eine herrliche Mixtur also, noch später auch mit blonden Mitteleuropäern bestückt, fehlt eigentlich gar nichts mehr um ein treffliches Cuvée abzugeben, na ja, Asien ist nicht wirklich vertreten, noch nicht, aber wenn ich die vielen Chinesen-Läden sehe, die hier in letzter Zeit wie Zinsen aus dem Boden geschossen sind, dann sind wir doch auf dem besten Weg. - Ich gleite ab, passiert mir immer wieder, denn Thema waren doch die Balkone der Hauptstadt. - Nun erscheint ein Artikel im "Diario de Avisos" welcher das Geheimnis der Balkone entschlüsselt haben will, und da heute nicht der Erste April und auch nicht der Día de los Santos Inocentes ist, das spanische Gegenstück zum Ersten April, wollen wir dieser Meldung doch Glauben schenken. - Diese Balkone waren nicht nur Zierde für das Haus, sondern gleichzeitig auch die Toiletten der oberen Geschosse, da man es niemanden aus dem ersten oder zweiten Stock zumuten wollte, zum peristaltischen Krümmungsvorgang jedes mal ins Erdgeschoss zu laufen und dort den Herzchenschuppen aufzusuchen. - An den äußeren Rändern der Balkone soll es Auslassöffnungen geben, oder gegeben haben, von wo aus das erlösende Ergebnis der Sitzungen ohne weitere Behandlung dann direkt vor dem Haus gelandet ist. - Ich finde Fortschritt Klasse, und früher war nicht alles besser, eben nur alles anders.
Donnerstag 23.05.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 36 % - Luftdruck 1017 hPa Höchsttemperatur heute 19,4 Grad - niedrigste Temperatur 13,8 Grad 10. Mai 2014 Sechste Ausgabe der Transvulcania Am besten gleich anmelden, wer da wieder mitmachen will, das kann man wirklich bereits tun, auf der Webseite der Tranvulcania ist das bereits machbar. - Und es gibt auch zwei Neuigkeiten für das kommende Jahr, man kann nun auch die Modalität Marathon wählen, also einen Lauf über 42 Kilometer. - Dieser führt zunächst genau so wie die anderen Strecken, also Halbmarathon (26 Km) und Ultramarathon (83 Km) vom Leuchtturm in Fuencaliente zum Refugion El Pilar, aber dann trennen sich die Strecken. - Während der Ultramarathon dann weiter über die Cumbre Nueva hinauf zum höchsten Berg der Insel führt, also den gleichen Weg, wie in den vergangenen fünf Jahren auch, macht der Marathon einen Abstecher nach Mazo und zwar den Wanderweg LP16 hinab in den Ort auf der Ostseite und dann den LP17 wieder hinauf. - Das sind dann 3.347 Höhenmeter Aufstieg und 1.907 Meter bergab, dieser Marathon hat es also in sich und so will man die Lücke zwischen dem Halbmarathon und der wahnsinnigen Strecke von 83 Kilometer schließen. Wir werden mal sehen, ob diese neue Strecke auch angenommen wird, entweder von denen, die sich mehr zutrauen als den Halbmarathon, aber eben nicht die ganz lange Strecke, oder vielleicht auch diejenigen, welche dieses Jahr auf dem Weg einsehen mussten, dass die 83 Kilometer doch zu viel sind. - Denn von 1.600 gestarteten Läufern für den Ultramarathon sind knapp Tausend angekommen, die anderen blieben auf der Strecke, und das war sicher äußerst frustrierend für die. - Eine weitere Neuerung betrifft lediglich die Läufer, welche von den Kanarischen Inseln und auch aus La Palma stammen, die erhalten zukünftig eine Extrawertung und werden dann auch entsprechend ausgezeichnet. - Darüber hinaus können die drei ersten Palmeros und Canarios aus der diesjährigen Ausgabe im kommenden Jahr zusammen mit der Weltelite wohnen, vorher trainieren und dürfen dann auch aus dem Pulk der dreißig Besten starten. - So möchte man die große Beteiligung lokaler Läufer besser hervorheben und auch dem Publikum damit entgegenkommen, denn es sind eben auch zum großen Teil die vielen lokalen Läufer, welche für ein solch riesengroßes Publikum am Wegesrand und auch am Ziel gesorgt haben. - Da sind sich alle Läufer komplett einig, die Stimmung hier auf La Palma rund um das Rennen, die ist einmalig, selbst die Leute der Weltspitze der Skyrunners World Series haben das deutlich bestätigt, das frenetisch anfeuernde Publikum gibt diesem Lauf einen ganz eigenen Charakter. - Ganz großer Sport hier auf der Insel und die Leute gehen begeistert mit, das ist wie eine inselweite Fiesta und von Jahr zu Jahr wird mehr geboten. - Was natürlich auch wichtig für die Insel ist, es wird in Sportlerkreisen dann sehr viel über uns gesprochen und geschrieben, eine bessere Werbung für die Insel kann es gar nicht geben, und wie Sie wissen, haben wir Werbung deutlich nötig. - HIER auch noch ein Laufbericht von einem deutschen Transvulcania-Held, der es auch geschafft hat diese große Herausforderung zu meisten. Fulanito de tal dice hoy: Buscar una aguja en un pajar Eine Nadel in einem Strohschuppen suchen. - Dazu braucht man keine Erklärung abgeben.
Die Marathonstrecke der Transvulcania 2014
Donnerstag 23.05.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1018 hPa Rücken die Stühle wieder? Kommunalpolitische Halbzeit macht alles möglich Der Mai ist nicht nur der Sommeranfang bei uns, sondern alle vier Jahre wird im Mai die Kommunalpolitik neu bestimmt, und dann weitere zwei Jahre die geschlossenen Pakte neu überprüft. - Das hat Tradition, viele Koalitionen auf lokaler Ebene halten nur zwei Jahre, dann richtet man sich neu aus, meist um bei den kommenden Wahlen nicht weiter mit dem Verlierer zusammen zu sein. - Warum man dann, wieder eben zwei Jahre zuvor, überhaupt einen Pakt eigegangen ist, das ist dann eine andere Frage, aber Stühlchen wechsle dich, das ist hier so allgegenwärtig, dass sich niemand mehr wirklich wundert. - Jetzt ist es wieder so weit, und alles scheint möglich zu sein, und die entsprechenden Medien positionieren ihre Kräfte eben in die Richtung, wie man das von Parteiseite aus vorgegeben hat. - Dabei klafft eine enorm große Lücke zwischen den lokalen Basen der Parteien, und den Spitzen der Parteiführung auf der Ebene des Gobierno de Canarias, und bei kaum einer anderen Partei ist das so offen sichtbar, wie bei den selbst ernannten Sozialisten der PSC/PSOE. - Im Gobierno de Canarias, also so zusagen der Landesregierung, da paktiert man in der lächerlichen Koalition der Verlierer mit der Coalición Canaria, und José Miguel Pérez, der Chef der kanarischen Sozialisten, wird wohl mit den Meriten untergehen, derjenige Parteichef der kanarischen Sozialisten gewesen zu sein, welcher am meisten Stimmen verloren hat. - Dennoch wendet der sich nicht in Scham vor seinem eigentlichen Scheitern ab, sondern ermöglicht der Coalición Canaria, einem weiteren Wahlverlierer, das Weitermachen, in dem man mit ihnen paktiert und so den Wahlgewinner, die Partido Popular, von den kanarischen politischen Fleischtöpfen ausschließt. - Für die Bases der PSC/PSOE war das so ziemlich das Schlimmste was passieren konnte, denn die eigenen Leute, die sorgten nun dafür, dass die obsolete Coalición Canaria weiter ihr Unwesen hier auf den Inseln treiben konnte. - Auf lokaler Ebene sah das anders aus, hier auf La Palma gibt es in den Kommunen zehn Gemeinden mit einem Pakt PSC/PSOE und der Partido Popular, zwei Gemeinden sind in absoluter Mehrheit der Sozialisten, und zwei weitere in den Händen der Coalición Canaria. - Im Cabildo Insular knickten die gewählten Räte der Sozialisten nach langer Schamwartezeit auch ein, und paktierten mit der Coalición Canaria, angeblich weil der Druck so groß war, allerdings überzeugt das die Basis bis heute nicht, und man erwartet immer noch Erklärungen dafür, warum man nicht dem Beispiel der Kommunen gefolgt ist und der Coalición Canaria immer noch die Möglichkeit gibt, ihr offensichtliches Interessenspiel weiter unter den Amigos zu spielen. - Alles ist nun möglich, die Coalición Canaria droht offen damit, die Pakte im Gobierno de Canarias und auch dem Cabildo Insular de La Palma aufzukündigen, wenn die lokalen Koalitionen nicht endlich auch nach ihrem Gusto neu gestrickt werden. - Dabei ist man sich aber nicht wirklich einig bei der Coalición Canaria, denn kündigt man diese Pakte auf, dann ist es zumindest im Cabildo Insular auch gut möglich, dass sich die PSC/PSOE dann mit der Partido Popular einigt, und somit die Coalición Canaria wegen ihres Übermutes völlig draußen bleibt. - Sicher ist nur eines, wer tätig werden wird, wie auch immer, das ist die Coalición Canaria. - Die Partido Popular kann bestens abwarten, sollte der Pakt PSOE/CC fallen, dann kann man sich den Partner aussuchen und die Sozialisten sind auch nicht wirklich unter Druck, denn man kann auch ruhig in die Opposition wechseln, dann war man im Mai 2015 wenigstens nicht mehr für den Schlamassel verantwortlich, der sich hier immer noch auftut. - Um die Geschicke und Notwendigkeiten der Insel, um die kümmert man sich auf politischer Ebene um diese Zeit überhaupt nicht, man ist viel zu sehr damit beschäftigt den Gegner zu beobachten und in Bodegas, oder einfach auf der Straße Gespräche zu halten, und diese oder jene Information aufzuschnappen, oder auch gezielt fallen zu lassen. - Alle vier Jahre tun wir so, als könne der Wähler etwas ändern, und alle zwei weiteren Jahre wirft man das Ganze wieder durcheinander, und wundern uns dann, dass die Bevölkerung inzwischen das Wort Politiker durchweg nur noch als Schimpfwort benutzt.
Mittwoch 22.05.2013 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 35 % - Luftdruck 1018 hPa Höchsttemperatur heute 18,9 Grad - niedrigste Temperatur 15,0 Grad Lidl macht Beine Bislang nur wenige Verlierer Keiner nennt Zahlen, also können wir nicht wirklich sagen, wer denn von den anderen Supermärkten die Verlierer im Kampf um die Umsätze sind. - Aber es gibt bereits Verlierer, und das sind kleinere Läden, welche sich durch den Verkauft von deutschen Produkten und Wurstwaren ein zusätzliches Geschäft verschafft haben und seit dem Lidl auch noch vermeintlich deutsches Brot backt, da zittert man schon ein bisschen in den Reihen der hiesigen Brezelbäckereien. - Bei den Großen kann man noch nicht ausmachen, wer denn der erste Verlierer ist, aber es muss denen ja Umsatz fehlen und zwar in der Höhe, welche Lidl da über die Kassen schaufelt. - Die Reaktionen unserer Supermärkte haben wir ja eigentlich so erwartet, man renoviert, kopiert Lidl zum Teil, mit bunten Faltblättern und eigentlich kann man sich sicher sein, wenn Lidl diese Woche holländisches Dünnbier für 29 Cent die Dose anbietet, dann machen das die anderen Supermärkte in der kommenden Woche für 28 Cent. - Der Verbraucher kann sich freuen, allerdings wissen wir ja, dass man sich das anderswo wieder reinholen muss, und letztendlich führen diese Preiskämpfe in den Ruin der Hersteller und dazu, dass die Läden noch mehr am Personal sparen müssen, weil eben die Margen dünner werden. Wir kaufen nicht in allen Supermärkten der Insel, wohl aber im Spar, im San Martín, (auch wenn da nun Hipercentro draufsteht, es war und wird immer der San Martín bleiben) und im Hiperdino, wir haben da so unsere fast festen Wege und Tage. - San Martín und Hiperdino haben bereits renoviert, beziehungsweise umgebaut, der Spar macht nun seine umsatzstärkste Filiale zum "EuroSpar" und verspricht, alles wird besser, bunter, billiger und überhaupt. - Der San Martín versucht nun immer neue Produkte aufzunehmen, man hat wieder Kleinhaushaltsgeräte, zusätzlich noch Bücher und Zeitschriften in diversen Sprachen, und die neueste Errungenschaft, das sind Topfpflanzen, das hat man sich wohl auch bei Lidl abgeguckt. - Aber der San Martín, der lebt sowieso über den Parkplatz und auch muss man da lobend erwähnen, dass die die besten Weinabteilung aller Supermärkte auf La Palma hat und besonders die Auswahl an hiesigen Tropfen hervorragend ist. - Der Spar hat seine Frischfleischabteilungen schon vor einer Weile aufgewertet und trumpft eben auch immer noch mit dem deutlichen Heimvorteil, man kennt halt Spar schon ewig, da nimmt man Stallgeruch wahr, und schließlich ist das auch die einzige palmerische Kette. - Das hört sich doof an, aber alle Spar-Märkte hier auf der Insel gehören der Tomás Barreto S.A. und Tomás Baretto ist palmerischer Unternehmer. - Auch sponsert man die bekanntesten lokalen Sportereignisse, tut sich besonders hervor im Verkauf von lokalen Produkten, auf der Schiene eben arbeiten die an ihrem Ruf. - Der Hiperdino hat eine äußerst breite Auswahl an Produkten, sowohl hochpreisige, wie auch die billige Variante, und die locken auch mit kernigen Sonderangeboten in der Frischfleischabteilung, und wenn ich da für mich mal das einsame Hühnerbein kaufen will, dann geht da nichts ohne eine Nummer zu ziehen und dann heißt es warten, während robusten palmerische Hausfrauen Mengen an Fleisch kaufen, welches für mich Jahresportionen darstellen würden. - Der Lidl kann auch nicht zaubern, wir haben uns das auch genau angesehen, ein paar Produkte sind eben außergewöhnlich und findet diese auch gar nicht woanders, und das macht dann auch mal Spaß durch die Reihen zu gleiten und Raritäten zu entdecken, aber das normale Programm, das ist weder besser, noch billiger als in anderen Supermärkten. - Aber Lidl hat die Supermarktszene hier auf der Insel ganz schön aufgemischt, das ist keine Frage, nun müssen wir nur noch abwarten, ob das alle durchhalten können. - Und was man neidlos anerkennen muss, die von Lidl sind am allerbesten organisiert, da kommt so ein bisschen was Deutsches durch. - Sind zu wenige Kassen offen, und es drohen die ersten Staus, dann ertönt sofort eine laute Hupe, Marke U-Boot sinkt, und schon springen weitere Kassierer herbei und jagen die Produkte über das Band, dass man nicht mehr hinterherkommt, die einfach nur in den Wagen zu packen. Fulanito de tal dice hoy: Buscar los tres pies al gato Die drei Füße an der Katze suchen. - Wenn jemand versucht, etwas zu erklären, was weder Hand noch Fuß hat, dann bestraft man ihn mit diesem Satz. - Also wenn die FDP uns ihre Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit darlegen will, dann sollte man die Zahl der Katzenfüße erst klären. - Allerdings kennen die meine Katze Lucky nicht, denn die hat nämlich nur deren drei. - Heißt das nun im Dusselumkehrschwung, dass meine Lucky von der FDP ist??
Mittwoch 22.05.2013 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 68 % - Luftdruck 1016 hPa Immer wieder auf die gleiche Stelle Partido Popular fragt nach dem Auditorio Insular Es gibt doch diesen wunderbaren Satz, wenn Lügner, Lügner Lügner nennen, den man auch erweitern kann auf, wenn Räuber, Räuber Räuber nennen und nur rein theoretisch kann das was mit den nächsten Zeilen zu tun haben. - Ihnen ist wahrscheinlich nicht verborgen geblieben, dass wir hier in Spanien, und auch auf unserer kleinen Insel, einen ziemlich heftigen Prozess der Reinigung durchmachen, wobei es eben nicht wirklich angenehm ist, mit einer Drahtbürste auf bereits offenen Stellen herum zu rubbeln. - Aber wir machen das, weil man uns immer wieder weismacht, dass es keinen anderen Weg gibt. - Dabei fragen die Wenigsten nach, wie wir denn überhaupt in diesen Sumpf geraten sind. - Es war die Sucht nach schnellem Geld, alles auf Pump ist möglich, wenn Wachstum daneben das auch deckt, aber wie wir heute erfahren müssen, hat man diese Deckungen nur erfunden. - Das war die Zeit eines José María Aznar, welchem wir letztendlich die Ursachen für diese Krise zuschreiben müssen, mit denkwürdiger Mithilfe eines politischen Autisten der Klasse Zapatero, wegen unterlassener Hilfeleistung. Zur gleichen Zeit aber hier auf den Inseln herrschte und herrscht immer noch der Interessenverband einheimischer Gewerbetreibenden, die sich den Anstrich einer politischen Partei gegeben haben und sich Coalición Canaria nennen, und machten genau die gleichen Geschichten eben wie die Partido Popular auf Landesebene. - Megalomanie aller Orten, losgelöst von Sinn, Nutzen oder gar Notwendigkeit, Paläste wollte man errichten, manche davon stehen auch und tragen fragwürdige Namen, vieles aber wurde nie gebaut, oder niemals fertig gestellt, weil uns eben da so ein furchtbares Malheur in den Weg gekommen ist, dass wir heute die Rechnung vorgelegt bekommen, die für die Sause während der Jahrtausendwende entstanden ist. - Dabei ist es natürlich fies, dass die Rechnung nicht diejenigen bekommen, welche damals den Champagner getrunken haben, sondern wir bekommen heute die Rechnung genau von denen überreicht, welche eben gefeiert haben. - Das nur am Rande, darüber könnte man Bücher schreiben, aber das ist jetzt nicht unser Anliegen. - Hier auf der Insel haben wir auch solche Mahnmale der Megalomanie, sei es nun der fertig gebaute Flughafen, welcher eine Kragenweite besitzt, elf Nummern zu groß und einen Charme, der niemals der unsere werden kann, oder die Ruine am Eingang von Los Llanos, welches mal der "Parque Cultural de las Islas Canarias" werden sollte, und nun, halbfertig vor sich hingammelt und wohl nicht fertig gestellt werden wird. - Wie denn auch, ohne Hände, und dann immer wieder die gleiche Geschichte, dass man ein noch Potemkinscheres Projekt durch die Haushaltskassen jagt, nämlich das "Auditorio Insular" von dem lediglich ein Plan vorhanden ist, und noch kein einziger Stein verbaut wurde. - Aber dennoch verursacht dieses "Auditorio" Kosten. - Einmal das Projekt selbst, von dem wir nicht wissen, was es gekostet hat, aber wir wissen wohl, dass der Architekt, welcher die Pläne gezeichnet hat, seit Jahren vom Cabildo Insular 390.000 Euro fordert, und hören Sie gut zu, für die Änderung des ursprünglichen Projektes. - Das Ding wird also niemals gebaut werden, aber das Projekt hat bereits XXX.XXX Euro gekostet, wie viel wissen wir nicht, und die Änderung 390.000 Euro, von etwas, was wir niemals zu sehen bekommen werden. - (Nur zum besseren Verständnis, Auditorio Insular heißt auf Deutsch Elbwenigerharmonie ) - Im Cabildo Insular will man natürlich dieses Geld nicht bezahlen, man bekommt ja nichts dafür, aber der Architekt bleibt hartnäckig. - Nun aber besinnt man sich auf einen wunderbaren Kniff, den man bereits öfter angewandt hat, niemand hat diese Änderung in Auftrag gegeben heißt es nun, also muss man das auch nicht bezahlen. - Es wird wohl vor Gericht ausgetragen werden, mit den entsprechenden Kosten, und ich habe keine Zweifel, dass der Architekt Recht bekommen wird und das alles noch viel teurer werden wird für uns, die Steuerzahler. - Nicht für diejenigen, die kurz vor den Wahlen immer wieder Prestigeprojekte aus den Taschen zaubern und damit blindes Wahlvolk blenden, so wie das vor den letzten Wahlen auch wieder war, als man vor einer staunenden Masse erneut die Brücke über den Barranco de las Angustias vorführte. - Was dieses Projekt wohl gekostet haben mag, ich glaube ich will das aus Gründen der Moralerhaltung gar nicht wissen. - Jetzt ist es wieder Carlos Cabrera, der Mann fürs Grobe der Partido Popular hier auf der Insel, welcher die Geschichte um das "Aditorio Insular" erneut auf die Tagesordnung rückt, und eine Pressemeldung veröffentlicht, die man eigentlich jedes halbe Jahr genau so wieder bringen kann. - Wenn Politiker, Politiker Politiker nennen, vielleicht ist das die Endstufe der verbalen Grausamkeiten, aber mir fallen auch noch andere Namen ein, also Schwamm darüber, Kopf einziehen, und einfach weitermachen.
Parque Cultural de Canarias in Los Llanos - Vom Auditorio Insular gibt es keine Bilder, nur Rechnungen
" macht da ein riesen Fass auf, auch wenn es eigentlich kaum neue Nachrichten darüber gibt. - Der Hauptvorwurf lautet ja, dass es wohl gefälschte Unterschriften von zwei Tierärzten geben soll, welche man angeblich auch eingeladen hätte sich zu bewerben, aber uns ist nicht ganz verständlich, warum man denn das nicht einfach überprüfen kann. - Nun heißt es, der Ex-Bürgermeister hätte auch nicht 3.300 Euro im Monat erhalten, sondern nur 2.300 und wir sind uns da nicht sicher, ob die eine Zahl einfach brutto ist, und die andere der Nettoverdienst. - Die Zahl soll von Marín selbst stammen, und auch, dass er sich vorverurteilt fühlt, aber wo er das gesagt haben soll, das erfahren wir nicht. - Was dabei herauskommt, das wissen wir heute natürlich noch nicht, wahrscheinlich gar nichts, aber die Zeitung "El Día" lässt da nicht locker und ich weiß nicht, ob die bereits ihr Pulver verschossen haben, oder noch einen rauchenden Colt irgendwo an der Hüfte haben. - Drei Tage lang war das die Titelgeschichte, und nicht vergessen, "El Día" ist eine Tageszeitung aller Kanareninseln, mit Schwerpunkt Tenerife, und nun steht der Name "Caso Marín" weiterhin immer noch auf der Titelseite, wenn auch nur noch als kleinerer Hinweis.
Dienstag 21.05.2013 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1017 hPa Höchsttemperatur heute 19,5 Grad - niedrigste Temperatur 14,5 Grad Kurznachrichten Konzert wieder knicken, "Caso Marín" wird weiter betrieben, Bananen sind unser Kulturgut Da freuen wir uns heute Morgen so darüber, dass wir endlich mal ein Konzert einen Tag vorher ankündigen können, und nicht erst am Tag der Aufführung selbst, da muss nun leider verkündet werden, das Konzert müssen wir leider knicken. - Die Künstlerin sei indisponiert und könne nicht auf die Insel kommen, im Klartext heißt das, Amparo Navarro ist erkrankt. - Da habe die Freunde von ACAPO reichlich Pech gehabt, denn Amparo sollte ja auch schon einspringen für ein anderes Konzert, was auch nicht geklappt hat. - Wann das Konzert nachgeholt wird, das ist noch nicht klar, und der Sopransängerin wünschen wir schnelle Genesung. Der "Caso Marín", also der Fall, in dem es darum geht, ob denn der ehemalige Bürgermeister von Los Llanos, Juan Ramón Marín zu unrecht die Arbeit als beratender Tierarzt für die "GMR" (Gestión del Medio Rural) erhalten hat, die lässt uns weiter nicht in Ruhe. - Die Zeitung "El Día" target="blank" macht da ein riesen Fass auf, auch wenn es eigentlich kaum neue Nachrichten darüber gibt. - Der Hauptvorwurf lautet ja, dass es wohl gefälschte Unterschriften von zwei Tierärzten geben soll, welche man angeblich auch eingeladen hätte sich zu bewerben, aber uns ist nicht ganz verständlich, warum man denn das nicht einfach überprüfen kann. - Nun heißt es, der Ex-Bürgermeister hätte auch nicht 3.300 Euro im Monat erhalten, sondern nur 2.300 und wir sind uns da nicht sicher, ob die eine Zahl einfach brutto ist, und die andere der Nettoverdienst. - Die Zahl soll von Marín selbst stammen, und auch, dass er sich vorverurteilt fühlt, aber wo er das gesagt haben soll, das erfahren wir nicht. - Was dabei herauskommt, das wissen wir heute natürlich noch nicht, wahrscheinlich gar nichts, aber die Zeitung "El Día" lässt da nicht locker und ich weiß nicht, ob die bereits ihr Pulver verschossen haben, oder noch einen rauchenden Colt irgendwo an der Hüfte haben. - Drei Tage lang war das die Titelgeschichte, und nicht vergessen, "El Día" ist eine Tageszeitung aller Kanareninseln, mit Schwerpunkt Tenerife, und nun steht der Name "Caso Marín" weiterhin immer noch auf der Titelseite, wenn auch nur noch als kleinerer Hinweis. Dass Bananen eines unserer Kulturgüter sind, das haben wir ja hier auf La Palma noch nie bestritten, man könnte sie auch unsere Wappenfrucht nennen und wenn wir manchmal sagen, dass wir eine Bananenrepublik sind, dann muss das nicht immer abwertend gemeint sein. - Nun ist es aber offiziell, Bananen sind Kulturgut, denn man hat Kanarische Bananen auf dem Karneval der Kulturen in Berlin vorgestellt, allerdings zunächst nur virtuell. - Dick aufgetragen haben die trotzdem, einen ganzen Truck dort hingestellt, und dann Filme gezeigt über die Bananen von den Kanaren aber auch Madeira und Martinique, also von den "EU-ultraperipheren Zonen" und es gab Geschenke für die den Werbetruck besuchenden Gäste. - Auch heißt es, dass ab der Wintersaison wieder Kanarische Bananen in den Supermärkten Deutschlands geben wird, und das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht. - Dann war das also doch kein kompletter Schuss in den Ofen, als man letztes Jahr das auch schon mal in den Karstadtfilialen angeboten hat, aber dann sind unsere Bananen wieder aus dem Angebot verschwunden, warum, das hat man uns seitens der "ASPROCAN", also der kanarischen Vermarktungsorganisation für Bananen, nie erzählt. - Es gibt ja auch immer noch den, meist nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochenen Verdacht, dass die einflussreichen Bananenhändler und Reifereien auf dem Festland es gar nicht wollen, dass Kanarische Bananen auch außerhalb Spaniens verkauft werden, weil man dann fürchtet, eben das quasi Monopol als Aufkäufer zu verlieren. - Sicher sollten wir uns da aber nicht sein, aber mit den Bananen wird viel Geld verdient, und nicht alles dabei auf unseren Inseln. - Die Plátanos kommen also wieder nach Deutschland, es gibt also wieder einen Grund mehr, in Deutschland zu wohnen Wer noch mehr Informationen über die Europäischen Bananen haben will, der kann sich auf der Webseite www.theoriginaleuropeantaste.eu informieren. - Da kann man auch ein Ratespiel machen, äußerst schwer übrigens, und mein Tipp, die Kanarischen Inseln sind nicht für ihre Produktion an Sauerkraut bekannt. - Vorsicht, das ist eine Fangfrage Und übrigens, vielen Dank für den linksdrehenden Hinweis und die Fotos aus Berlin" Und dann hat mich noch jemand gebeten, kurz etwas über das Wetter zu schreiben. - Kann ich gerne machen, ganz kurz sogar: Scheißwetter! Fulanito de tal dice hoy: Bueno es hablar, pero mejor callar Gut ist es zu reden, besser aber zu schweigen. - Reden ist Silber, schweigen ist Gold. - Hättest du geschwiegen, wärest du Philosoph geblieben, oder einfach: Halt einfach mal den Mund